Hähne -Hessens        

Main-Kinzig-Kreis und darüber hinaus

Bekrönungen von Türmen und Kirchen

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Erlensee Rückingen 13 63526.jpg

7,99 Ko, 13.04.2009
Unmittelbar über der Turmspitze befindet sich der Knopf oder Knauf neuzeitlich auch als Kessel bezeichnet. In seiner einfachsten Ausführung ist er kugelförmig. Im Barock liebte man es, ihn durch Ringe, Wülste und Ausbuchtungen zu verzieren. Manche Knöpfe sind abgeflacht, andere Zitronenförmig gestreckt. Als Material verwendet man Eisen oder Kupferblech, das durch Vergoldung oder einen Farbanstrich gegen Witterungseinflüsse geschützt wird. Als auffälliger Teil des Turmschmucks wird der Knopf gern von Schützen als Zielpunkt missbraucht. Seine Bedeutung erhält der Kirchturms Knopf durch die Aufnahme einer Bleikapsel mit Dokumenten. Damit wird der Gegenpol zum Grundstein, der ähnlichen Zwecken dient. Beides sind Begrenzungspunkte, nach unten und nach oben. Es ist eine alte Sitte, Dass man wichtige Räume, die dem Aufenthalt von Menschen dienen, nach außen abschirmt.
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Flörsbach tal Flörsbach 11c 63639.jpg

4,74 Ko, 13.04.2009
Die beiden Hähne (kleine Geschichte) Von zwei Hähnen, welche um Hennen miteinander kämpften, behielt der eine die Oberhand über den andern. Der Überwundene zog sich zurück und verbarg sich an einem dunklen Orte; der Sieger aber flog aufwärts, stellte sich auf eine hohe Wand und krähte mit lauter Stimme. Da schoss jählings ein Adler herab und nahm ihn mit sich fort. Nunmehr kam der Versteckte ungehindert wieder aus seinem Verschlupf hervor und gesellte sich zu den Hennen. Was schließe ich daraus: ….nicht jeder Sieger ist ein Lebenskünstler. Angeknüpft an diese Geschichte erinnert mich der Spruch den ich auf der Ronneburg fand: FRID IST BESSER, DENN KRIEG, DIWEIL, UNGEWIS IST DER SIG

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Flörsheim WEILBACH # 17 65439.jpg

11,3 Ko, 13.04.2009
Kurzer Vers von Joachim Ringelnatz (Er wurde zu Hitlers Zeiten gedemütigt, seine Bücher verbrannt, er starb in völliger Armut) Ernster Rat an Kinder An den Strähnen von den Mähnen Von den Löwen und Hyänen klammert sich viel Ungeziefer. Im Gefieder von den Hähnen nisten Läuse; auch bei Schwänen. (Menschen, gar nicht zu erwähnen, denn bei ihnen geht`s viel tiefer.) Wie ist das mit dem Wetterhahn Die reiche Symbolik des Hahns beruht auf drei Eigenschaften: Fortpflanzungstrieb, Kampfeslust und Lichtempfänglichkeit. Der besonders starke Fortpflanzungstrieb des Hahnes machte ihn in der Antike neben dem Fisch zu einem kennzeichnenden Lebenssinnbild, so dass er in einigen heidnischen Kulten an Stelle von Menschenleben als Opfer dargebracht wurde. Unter seinen Hennen will der Hahn Alleinherrscher bleiben und gerät daher oft in wilden Streit mit seinesgleichen (Wir hörten vorher die kleine Geschichte von den beiden Hähnen die miteinander Kämpften) Die Empfänglichkeit des Hahnes, sowohl für das Sonnen- als auch für das Mondlicht führte in der Antike zu einer verwirrenden Vielfältigkeit der Symbolik: Bald wird er als Totenopfer dargebracht, bald als Huldigung an das Licht. Der Verkünder des nahen Tages überwindet die Nacht und bricht jeden Schlaf, auch den Todesschlummer; einst soll der Tote erwachen. Das Krähen des Hahnes in bestimmten Zeitabständen ist von solcher Regelmäßigkeit, dass es den Alten zur Wecker Uhr wurde, die zum Beginn des Tagesablaufes mahnte. Der erste Hahnenschrei bezeichnete zwischen 2 und 3 Uhr den Beginn der vierten Nachtwache. Dass der Hahn auch Symbol der Wachsamkeit ist, ergibt sich aus diesen Bedeutungen von selbst. Oft wurde der Hahn im Mittelalter über Kirchturmkreuzen angebracht. Abgesehen von seiner Bestimmung als Wetterfahne erscheint er da als Symbol des Sieges Christi über das feindliche Dunkel und die Schrecknisse der bösen Geister sowie als derjenige, der uns zum Tagwerk ruft und als Richter dereinst aus dem Todesschlafe wecken wird. Hier zeigt sich einmal mehr, dass die christliche Kirche schon sehr früh erkannte, dass heidnische Symbole besser in die christliche Lehre und Symbolik einzubeziehen sind, als sie zu bekämpfen. Bei den Germanen spielte der Hahn im Geäst des Weltenbaumes eine wichtige Rolle. Was also lag näher, als dieses Symbol auch bei den Kirchen aufzugreifen? Denn schließlich ist der Hahn als christliches Symbol sogar durch die Bibel selbst fest etabliert.
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Freigericht Horbach 13 63579.jpg

6,62 Ko, 13.04.2009
Herzlich Willkommen! Sie haben die Internetseite der kath. Kirchengemeinde St. Michael in Freigericht-Horbach angeklickt. Wir freuen uns, dass wir auf diese Weise miteinander in Kontakt treten können. Das Freigericht liegt vor den Toren des Rhein-Main-Gebiets. Es ist zwar ländlich geprägt, doch in den letzten Jahren beeinflussen die Menschen, die hier als Pendler wohnen, zunehmend das Bild der Gemeinden. Neben der Verbundenheit mit den Kirchengemeinden, leben die Bürger in enger Beziehung zu vielfältigen Vereinen. Pfarrer Andreas Rhiel St. Michaelskirche Die Horbacher St. Michaelskirche, die im neobarocken Stil gebaut ist, wurde am 26. September 1926 durch den damaligen Fuldaer Bischof Joseph Damian Schmitt feierlich konsekriert. Sie löste die alte St. Michaelskapelle in der Dorfmitte ab. Am Hang des Wingertsberges gelegen, ragt die St. Michaelskirche mit ihrem typischen Zwiebelturm weit über Horbach. Viele Jahre prägte ihr Gewand aus buntem Glimmerschiefer ihr Äußeres, ehe die Kirche aus konservatorischen Gründen 1998 im Rahmen der Außensanierung einen hellen Außenputz erhielt. Den Kirchenbesucher empfängt ein schöner Vorbau aus vier wunderbaren Sandsteinsäulen, ehe er durch das Hauptportal den hellen Innenraum der Kirche betritt. Hier umfängt ihn sogleich der barocke Raumcharakter. Der erste Blick fällt auf den schönen neobarocken Hochaltar mit seinen beiden geschwungenen Seiten, auf denen zwei große Engel thronen. Bekrönt wird der Altar von einer eindrucksvollen Kreuzigungsgruppe mit Maria zur rechten und dem Hauptmann auf der linken Seite, der gerade dem toten Jesus mit seiner Lanze die Seitenwunde geöffnet hat. In einer Michaelskirche darf natürlich nicht die Darstellung des Kirchenpatrons fehlen. Mit dem Michaelsaltar auf der linken Seite, die einen kraftvollen Erzengel zeigt, wie er mit erhobenem Schwert seinen Widersacher, den Satan, geradezu leichtfüßig zu Fall gebracht hat, ist dem Holzbildhauer Heinrich Wohlfahrt aus Steinheim, der das gesamte barocke Ensemble der Kirche gestaltet hat, eine Meisterleistung gelungen. Von nicht minderer künstlerischer Qualität ist auch der Marienaltar auf der rechten Kirchenseite mit einem großflächigen Altargemälde, das die Aufnahme Mariens in den Himmel zeigt. Der neobarocke Stil der Kirche wird abgerundet durch die expressive Pietá und durch ein ebenfalls ursprünglich als kleiner Altar gestaltetes Kriegerdenkmal in der Turmkapelle hinten links, sowie vor allem durch die herrliche Kanzel. Von nicht minderer Qualität sind die bunten Kirchenfenster, die zum Teil in glutvollen Farben auf der linken Seite das Wirken der Engel im Leben Jesu und auf der rechten Seite in der Heilsgeschichte schildern. Horbach, St. Michael Die Albert-Keates-Orgel in St. Michael Horbach Das Instrument wurde 1909 durch den englischen Orgelbauer Albert Keates in Sheffield mit 29 Registern (26+3) verteilt auf 2 Manuale und Pedal für die Burngreave Congretional Church in Sheffield erbaut. Nach dem 2. Weltkrieg wurde die Orgel in die St. Paul' s Church, Norten Lees, Sheffield umgesetzt. Die Firma Ladach in Wuppertal erwarb die Orgel Anfang 2005 und verkaufte sie an die Gemeinde St. Michael Horbach Anfang 2006. Die Werkstatt Förster & Nicolaus in Lich wurde daraufhin mit dem Projekt betraut. Die Restaurierung erfolgte von September 2006 bis Januar 2007. Danach begann der Aufbau in der Kirche, der mit der Intonation im April 2007 abgeschlossen war. Horbach, St. Michael Die Spieltraktur ist mechano-pneumatisch und zeichnet sich durch schnelle Ansprache und gute Artikulationsmöglichkeiten aus. Die Koppeln und die Registratur sind pneumatisch, die Pfeifen stehen auf pneumatischen Schleifladen. Das Instrument hat 26 klingende Register und drei Transmissionen im Pedal: Bassflute 8’ aus Bourdon 16’, Quinte 10 2/3’ aus Bourdon 16’ und Oktave 8’ aus Open Diapason 16’. Die Prospektpfeifen erstrahlen durch die neue Bronzierung mit goldenen Labien in neuem Glanz. Das Gehäuse wurde auf beiden Seiten bis an die Wand stilgerecht ergänzt, die seitlich sichtbaren Holzpfeifenraster wurden verblendet, die sichtbaren Holzpfeifen wurden weiß gestrichen. Für das SW und HW gibt es je drei feststehende Kombinationstritte: p, mf und f, für das Pedal zwei Kombinationstritte: p und f. Neben den normalen Koppeln besitzt das Instrument die Möglichkeit der Swell Superoktavkoppel und der Swell Suboktavkoppel. Weitere Registrierungshilfen sind: Swell Unison off und Swell Reeds to Great. Weiterhin gibt es eine Vorrichtung zum Umregistrieren während des Spiels: Swell Ventils on - off und Great Ventils on - off. Der Gesamtklang der Orgel ist kräftig aber warm, angenehm füllig. Auffallend sind die wunderschönen Grundstimmen im 8’- und 4’ Bereich. Der reich besetzte Zungenchor mit kräftigen Trompeten und charakteristischen Solozungen verschmilzt in idealer Weise mit den Labialstimmen. Die Pedalregister bieten ein sattes Fundament. Dieses Instrument ist aufgrund seiner Außergewöhnlichkeit eine große Bereicherung unserer Orgellandschaft. So ist vor allem durch die großartige künstlerische Leistung von Heinrich Wohlfahrt nach Ausgestaltung und Vorgabe des theologischen Programms von dem aus Horbach gebürtigen Oblatenpater Anton Biba die wunderschöne Horbacher Neobarockkirche entstanden, die bis heute nichts von ihrer Attraktivität verloren hat. Näheres über die Kirche finden Sie in dem Kirchenführer von Heinrich Harth „Die St. Michaelskirche Horbach”, erschienen im Jahr 2006.

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