Hähne -Hessens        

Main-Kinzig-Kreis und darüber hinaus

Bekrönungen von Türmen und Kirchen

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Bad Soden S.Salmünster a 11 63628.jpg

7,21 Ko, 13.04.2009
Die evangelische Versöhnungskirche ist ein schlichter Bau im neugotischen Stil.
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Bad Zwesten 18 # 34596.jpg

10,54 Ko, 13.04.2009
Die Kirche in Bad Zwesten August 2009 renoviert Da, wo heute die Kirche steht, befand sich ursprünglich eine Opferstelle für den germanischen Gott Tyr (althoch-deutsch Ziu), ein Ziustein. An der Stelle, an der Ziu geopfert wurde, entstand zunächst eine Kapelle aus Holz. Spätestens 1418 gab es eine Kirche mit zwei Altären, einer dem Apostel Jakobus, der andere dem Apostel Andreas geweiht. Wahrscheinlich lag die Kirche an einem der bekannten Wallfahrtswege zum Grab des Jakobus in Santiago de Compostela. Ein Meister Schmandt errichtet 1506 den Kirchturm, Höhe 42 m. Mehrfach schlägt der Blitz in den Turm ein. 1791 brennt er bis auf die Grundmauern ab. Die Turmhaube, ursprünglich mit vier Ecktürmchen versehen, bekommt ihre heutige Gestalt, der Turm zwei neue Glocken, 1962 eine dritte. Nach Einführung der Reformation um 1526 wird die Kirche während des 30-jährigen Krieges mehrfach verwüstet. Ab 1653 wird als Zeichen der Hoffnung ein Neubau erstellt. Erkennbar sind noch die gotischen Spitzbögen der früheren Eingänge. Aus dem Mittelalter stammen die Reste einer Wehrmauer. In der Mitte des 19. Jahrhunderts erhält dann die Kirche ihre heutige Gestalt. Der Fachwerkteil kommt hinzu. Die Kirche, nun 24 m lang und 8,50 m hoch, erhält eine Orgel des Kasseler Hoforgelbauers Wilhelm. 1977 erfolgt eine gründliche Innenrenovierung. Dadurch werden die vier alten Grabsteine wieder sichtbar. Der schlichte Steinaltar stammt wohl aus der Vorgängerkirche. Das Altarkreuz von Gerhard Hein aus Oberurff aus dem Jahre 1982 ist eine filigrane Schnitzarbeit. Tiere und Symbole bringen in einer heute fast vergessenen Bildersprache die Botschaft von Jesus Christus, von Kreuz und Auferstehung nahe. (Pfarrer a. D. Wilhelm Philippi)

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Bad Wildungen-BRAUNAU # 18 34537.jpg

13,91 Ko, 13.04.2009
Die ersten überlieferten urkundlichen Erwähnungen des „Walddorfes“ Braunau stammen aus den Jahren 1261 und 1290, damals hieß der Ort Brunowe. Es wird jedoch davon ausgegangen, dass bereits zur Steinzeit eine Besiedlung in der Gemarkung des heutigen Braunaus stattgefunden hat: Lesefunde und Steinkistengrab. 1971 wurde Braunau im Rahmen der Gebietsreform ein Stadtteil von Bad Wildungen. Zeittafel 1261 Bei einer Schenkung an das Kloster Haina wird als Zeuge Werner von Braunau genannt 1290 In einem Schenkungsvertrag an das Kloster Netze erscheint als Zeuge Ludwig Maz von Braunau 1403 Papst Bonifatius IX. bestätigt der Johanniter-Kommende Wildungen Besitz und Patronat der Pfarrkirche zu Braunau 1719 Braunau hat 210 Einwohner 1728 Bau der Kirche, vermutlich an Stelle einer Vorgängerkirche 1777 Bau des Schulgebäudes Sehenswürdigkeiten [Bearbeiten] Zu den Sehenswürdigkeiten in Braunau zählt vor allem die in 1728 durch den Arolser Hofbaumeister Julius Ludwig Rothweil erbaute Barock-Kirche mit dem zweiflügeligen Schnitzaltar von 1523 aus der Werkstatt des Franziskanerklosters zu Meitersdorf (in der Nähe von Frankenberg/Eder). Der Schnitzaltar war vermutlich nicht für die Braunauer Kirche bestimmt. Wie er dorthin gelangte, ist bislang ungeklärt. Der Altar zeigt im Mittelteil die Kreuzigung Jesu in einer bewegten Massenszene. Der linke Seitenflügel zeigt Szenen aus dem Leben Maria Magdalenas: Die Fußwaschung (oben)und die Begegnung mit auferstandenen Christus am Ostermorgen (unten). Der rechte Seitenflügel ist Johannes dem Täufer gewidmet. Er zeigt die Taufe Jesu (oben) und die Hinrichtung des Täufers (unten).
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Biebergemünd Bieber a 11 63599.jpg

8,66 Ko, 13.04.2009
Friedhofskirche Ursprung unbekannt, nach Baustil etwa 12. Jahrhundert vermutlich Langhauskirche 1339 urkundlich Totenhofkirche „St. Laurentius“ mit Wehrturm und Sakristeianbau 1568 Lutherische Kirche 1636 durch Feuer zerstört bis auf Chorraum und Sakristei 1660 Wiederaufbau 1756-58 Erweiterung nach Süden 1818 Hauptgottesdienstkirche nach Hanauer -Union 1966 Friedhofskirche nach Renovierung der ehem. reformierten Kirche unterhalb 1967 Sakristei wird durch Umbau zur Leichenkammer 1972 innen und außen erneuert. Am 1. Oktober offizielle Indienstnahme als Friedhofskirche. Wappen Biebers bis 1974 Der Ort Bieber wird 1339 zum ersten Mal in einem Schiedsspruch urkundlich erwähnt. Darin wird geregelt, dass das mainzer Lehen von den Grafen von Rieneck und den Herren von Hanau gemeinsam verwaltet wird (sog. Kondominat). Der Streit entstand nachdem die vormaligen Herren des Obergrundes, die Grafen von Rieneck-Rothenfels 1333 ausstarben. Bieber ist zu diesem Zeitpunkt bereits Zentrum eines Gerichtsbezirks und Kirchspiels. Es wird von einer Besiedlung des Obergrundes bereits ab dem Jahr 1000 ausgegangen. Als die Grafen von Rieneck 1559 aussterben, gehen deren Rechte aus dem gemeinsamen Lehen mit Hanau auf Kurmainz selbst über. Als 1568 in der Grafschaft Hanau die Reformation eingeführt wird, werden Laurentiuskirche und Burgbergkapelle in Bieber, wie der größte Teil der Bevölkerung im Obergrund, lutherisch. Im Jahre 1639 leben in Bieber infolge des dreißigjährigen Krieges nur noch 58 Menschen. 1660 wird zwischen Mainz und Hanau vereinbart, dass die katholischen Einwohner von Bieber die Burgbergkapelle zurückerhalten und diese als Pfarrkirche genutzt werden kann. Die zur lutherischen Kirche gewordene ehemalige St. Laurentiuskirche wird nach den Zerstörungen des Krieges ebenfalls 1660 wieder aufgebaut. 1684 wird das 2. Kondominat zwischen Mainz und Hanau beendet. Das Amt Bieber wird mit dem Amt Lohrhaupten vereinigt und geht vollständig an Hanau. 1736 wird in Bieber eine Oberförsterei eingerichtet. Die heutige Untere Kirche wird 1766 als „reformierte“ Kirche für zugezogene Bergleute gebaut. Im Biebergrund gab es früher Bergbau. Dieser nahm einen wesentlichen Einfluss auf entwicklung des bis dahin armen Walddorfes Bieber. Der 1494, in einem Rechtsakt zwischen Kurmainz und Hanau, erstmals erwähnte Bergbau konzentrierte sich auf Silber, Kupfer, Blei und später auch auf Eisen und Kobalt. Die Familie von Cancrin führte das Berg- und Hüttenwesen in den Jahren 1736–1790 unter der Regie der Landgrafschaft Hessen-Kassel zur Blüte. Es wurden zwischen 400 und 500 Menschen beschäftigt. Hierbei wurde unter anderem Silber abgebaut und zu Münzen, dem Bieberer Taler, geprägt. Kobaltvitriol wird hier erstmals entdeckt und unter dem Namen Bieberit weltweit bekannt. Außerdem wird Bieber Sitz eines Berg- und Hüttenamtes. Im Mai 1925 wurde der Bergbau wegen mangelnder Rentabilität eingestellt und die Gemeinde wandelte sich zur Wohngemeinde. 1971 werden die Gemeinden Bieber, Roßbach, Lanzigen, Breitenborn und Lützel zur Großgemeinde Bieber zusammengeschlossen welche wiederum 1974 gemeinsam mit Biebergemünd die Großgemeinde Biebergemünd bildet.

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